von Benedikt Manegold
VR-Planning (2018)
VR-Planning (2018)
von Benedikt Manegold
Die Anwendung “VR-Planning” ist ein Kommunikationstool zwischen Kommunen, Kreisen und Gemeinden und ihren Bürgern. Sie setzt sowohl VR- als auch AR-Technologie ein, um Planungsprozesse für städtische Infrastrukturen für Bürger zu visualisieren und damit greifbarer zu machen. Bürger und Planer können sich durch die neuen Stadtteile oder Straßen virtuell bewegen, zwischen verschiedenen Gestaltungsvarianten wählen und unterschiedliche Perspektiven (z. B. Kinderperspektive) einnehmen. So können sie den geplanten Raum vorab erleben und erfahren.
Ziel des Projektes ist es, durch den Einsatz von VR und AR die partizipative Stadtplanung effizienter und inklusiver zu gestalten. Es soll die Kommunikation zwischen den verschiedenen Stakeholdern erleichtern, Konflikte abbauen und die Akzeptanz für neue Verkehrskonzepte steigern.
Die Anwendung bietet verschiedene Designvarianten von öffentlichen Räumen, die Nutzer virtuell erkunden können. Beispielsweise wurden Straßenzüge in der Seestadt Aspern (Wien) und am Bahnhof Kapfenberg simuliert. Die Nutzer können unterschiedliche Sonnenstände, Vegetationszeiten und Perspektiven einsehen. Das Projekt hat gezeigt, dass VR und AR Planungsprozesse transparenter und inklusiver gestalten können. Insbesondere die räumliche Vorstellungskraft wurde bei allen Beteiligten verbessert, was zu mehr Akzeptanz und Verständnis für geplante Veränderungen führte.
Durch den Einsatz von AR-Technologie in Innenstädten kann ein tieferes Verständnis und eine stärkere Identifikation der Bürger mit dem Raum erreicht werden. Die Simulationen und Interaktionen, die “VR-Planning” bietet, zeigen, dass AR helfen kann, abstrakte Konzepte oder Planungsdetails zugänglich und erfahrbar zu machen. Es fungiert an dieser Stelle also als Tool [s. „Toy oder Tool“]. Die Anwendung setzt hier auf die AR-Superkraft der dimensionalen Sicht: Sie erlaubt den Nutzern Einblicke in alternative Realitäten eines physischen Raums. Damit richtet sie sich auch an die kognitiven Nutzerbedürfnisse, indem sie so Wissen vermittelt. Gleichzeitig öffnet die Anwendung Dialogräume und ermöglicht den Austausch über die geplanten Maßnahmen und bedient damit auch die sozial-interaktiven Bedürfnisse der Nutzer. Die Nutzer erhalten hier einzigartige und exklusive Inhalte, die es ihnen ermöglichen, bekannte Räume neu zu entdecken und zu erleben [s. Erfolgsfaktoren]
→ Städteplanung der Zukunft: mit VR und AR gelingt Partizipation – Fraunhofer IGD
Bildschirmaufnahme der Anwendung eines Users
