von Benedikt Manegold
Kulturelles & Freizeit
Kulturelles und Freizeit werden an dieser Stelle zusammen betrachtet. Beide Funktionen berühren sich an vielen Punkten. Beide versuchen primär, Erlebnisse für die Nutzer in der Innenstadt zu schaffen. Sie unterscheiden sich entweder durch die agierenden Akteure: Hinter kulturellen Angeboten stehen in der Regel klassische Akteure aus dem Kulturbereich, wie Museen, Theater, freie Künstler oder Teile der Kreativwirtschaft. Freizeitangebote können dagegen von einer sehr viel breiteren Akteursbasis stammen. Gerade den kulturellen Akteuren, die oft nicht über nötige Ressourcen verfügen, permanent ihre Arbeiten oder Projekte direkt vor Ort in der Innenstadt zu präsentieren, erhalten durch die ARZone kostengünstig digitalen Raum in der Innenstadt. Aber auch verlassene physische Räume, allen voran Leerstände, lassen sich durch kulturelle
AR-Angebote zeitweise als z.B. Übergang zwischen zwei Nutzungen wiederbeleben. Nimmt man AR-Anwendungen als solches in den Blick, lässt sich im Allgemeinen festhalten, dass Anwendungen aus dem kulturellen Bereich stärker die kognitiven Nutzerbedürfnisse Blick nehmen, Freizeitanwendungen dagegen stärker auf die affektiven Bedürfnisse in den zielen. Dabei handelt es sich allerdings nur um eine sehr allgemeine Unterscheidung, die im Einzelfall überprüft werden muss. Anwendungen, die kulturelle oder freizeitliche Funktionen ansprechen, können kurzfristig vor allem bei unregelmäßigen Innenstadtbesuchern immer wieder neue Anreize für einen Besuch setzen. Über die Inhalte können unterschiedliche Zielgruppensegmente angesprochen werden. Durch zeitliche Begrenzung der Angebote lässt sich darüber hinaus durch FOMO (“Fear of Missing Out”) der Anreiz weiter erhöhen.
